Was "hängt" mit "Erdöl" zusammen ?

Was "hängt" mit "Erdöl" zusammen ?

Beitragvon admin » Mi 15. Jan 2014, 15:55

Kaum jemanden ist bewusst wo überall Erdöl "drinsteckt"

Raffinerie verarbeiten Erdöl zu

Flüssiggas
Rohbenzin
Leichtbenzin
Benzin
Kerosin
Diesel
Heizöl
Wachs und Schmieröl
Bitumen

Die Liste ist lang und erst einmal ohne die (exakten) Mengen :

Aspirin-Tablette -Wirkstoff Acetylsalicylsäure, und selbst darin ist ein aus Öl gewonnener Baustein enthalten, das Benzol. Erdölanteil pro Aspirin-Tablette: 35 Prozent.

Seifen, Haarsprays, Waschmittel, Shampoos, Vaseline, Zahnbürsten, Autositze, PVC-Fußböden, Eimer, Folien, Matratzen, Kreditkarten, Computergehäuse, Farben, Tüten, Fensterrahmen – die Liste ist schier endlos.

Praktisch jede el. Leitung, Kabel, benötigt für die PVC-Isolierung Erdöl. Das ist besonders problematisch, weil diese Teil jeder techn. Innovation sind.

Besonders wichtig D "benötigt" jährlich ca. 5.300.000.000 Plastiktüten (Polyethylen) (65 Stück pro "Kopf")- Gewicht ca. 20 Gramm benötigt werden 40 Gramm Erdöl. Nun das ergibt 212.000 Tonnen Erdöl JÄHRLICH ! Doch darin ist noch nicht alles enthalten (Energie für die Herstellung usw. ) so werden am Ende 260.000 Tonnen daraus - Gewicht der Tüten = 106.000 Tonnen. Recycling ? Fehlanzeige - in EU wird allenfalls jede 10. Tüte recycelt = 10.600 Tonnen 95.000 Tonnen Tüten landen "günstigstenfalls" im Müll / Müllverbrennung oder "irgendwo anders"...

PET-Getränkeflaschen - 2009 ca. 800 Millionen Flaschen Tendenz steigende - 1Kg PET = 1,9 Liter Erdöl

Jeder darf nun spekulieren wieviel Erdöl in all den Kunststoffen "stecken" mag die in Fahrzeugen, Spielzeug, Flugzeugen und, und - und verbaut sind.

Indirekt (durch Transport - aber nicht allein dadurch) Gemüse wird durchschnittlich 48-mal mehr Erdöl verbraucht als bei Gemüse aus der Region. So stecken in einem Kilogramm Gemüse oder Obst aus Übersee indirekt 4 bis 5 Liter Erdöl.

Nahrungsmittel "enthalten" Diesel für die Traktoren usw. für praktisch alle Arbeitsschritte verbrauchen. Beheizte Treibhäuser schlagen mit 0,5 bis 1 Liter Heizöl pro kg "zu Buch".

Wo sonst noch werde ich herausfinden - leider endet unser "gewohntes Leben" mit oder besser ab einer "Restmenge" bzw. dem Preis pro "Barrel" - soll bei 200 $ pro "Fass" liegen ....
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Verdoppelung als Grafik

Beitragvon admin » Fr 17. Jan 2014, 10:33

Hier eine Verdoppelung bei feststehendem Prozentsatz - relativ genau nach 70 / Prozentsatz.

Die Anfangswerte sind im Rechteck "1 2 3" dargestellt und bilden die Basis für die erste Verdoppelung in 1970. Wer das Ganze verstanden hat, wird erkennen die siebte Verdoppelung ist die dargestellte Gesamtfläche wieder DOPPELT ! Übrigens "Zinseszins" funktioniert ganz genauso. Leider haben wir kein Gefühl dafür. 7% ist nun gerade nicht eine "große Zahl" wenn man exponentielle Verläufe nicht erkennt. Auch jeder andere Verlauf mit geringeren Anfangswerten ist keineswegs weniger beunruhigend. 3% etwas, was wir als "erstrebenswertes Wachstum" ansehen, weil es unserer Gehirnwäsche entspricht, benötigt zwar ca. 23 Jahre bis zur nächsten Verdoppelung 6 x 23 Jahre = 138 Jahre. Was dann (nach heutiger Lebenserwartung) im Leben unserer Söhne und Töchter "Realität" werden würde - wenn dieses irre Wachstum überhaupt möglich wäre. Wie kann in einem "endlichen System" etwas unendlich wachsen ? Wer immer noch glaubt, "es wird immer wieder etwas neues gefunden", hat diese Grafik nicht begriffen. Alles und besonders fossile Lagerstätten halten auch mit Null Steigerung nur die maximale Zeitspanne was sie versprechen. Jedes "Wachstum" führt zum "Peak" und danach zur doppelten Verkleinerung eine "Glockenkurve" wenn der selbe Prozentsatz greift....

hc_165k.jpg
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Weltölförderung als Grafik

Beitragvon admin » Mi 23. Apr 2014, 13:53

das findet sich im dt. WIKIPEDIA :

Weltölförderung.jpg


das hier in einem englischsprachigen WIKIPEDIA :

Weltölförderung klein.jpg


Was sich auf der dt. Grafik gerade erst „erahnen“ lässt, wird auf der amerikanischen Version 2004 als „U.S. government predictions for oil production other than in OPEC and the former Soviet Union“ dargestellt. Was dazu in den Medien seither zu finden ist, lässt darauf schließen, es geht „abwärts“ und das bei einem weiter steigenden Bedarf. Sind doch seit 2004 „neue global player“ weiter dabei ihre „Bedürfnisse“ einzubringen.

Wer sich im WEB „umsieht“ findet überall Bestätigungen einer eher pessimistischen Erwartung.

David R. Francis hat geschrieben:Typically, production losses are offset by new finds. The International Energy Agency has calculated that it would take the discovery of

six new fields the size of those in Saudi Arabia to maintain current world oil output through 2030,

Miller says.

"I don't know where they [the fields] are hiding," he adds.


In der Regel werden Produktionsausfälle durch neue Funde ausgeglichen. Die Internationale Energieagentur hat berechnet,

dass sie die Entdeckung von sechs neuen Felder die Größe der in Saudi-Arabien,

um aktuelle Weltölproduktion bis 2030 aufrechtzuerhalten, sagt Miller.

"Ich weiß nicht, wo sie die [die Felder] verstecken", fügt er hinzu


:idea: [color=nicht erlaubt]six new fields...[/color] :shock:
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Wer suchet der findet ?

Beitragvon admin » Mi 23. Apr 2014, 14:20

Schön wäre das ja - doch das Bild zeigt Realität - wenn auch eben zukünftige "Erwartungen"

hc_166k.jpg


Fazit die "Produktion" ist längst auf "Reserve", doch "schlimmer kommt´s immer" wie die nächste Grafik andeuten möchte :

hc_167.jpg


Da hat also China bereits das >3fache von D in 2013 benötigt. Wer seine Produktion verlagert, verlagert seine Energiebedarf gleich mit. Leider kommt alles aus dem selben Topf !

Dabei ist der Anteil an Erdöl "nur" 18% des gesamten Energiebedarfs in 2011 (also schon 2 Jahre davor) wie die folgende Tortengrafik zeigt :

hc_168k.jpg


Mehr zu China findet sich HIER (leider nur in englisch)
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