„Energie-Wende“ im WWW Linksammlung Vorbemerkungen

Zusammenstellung von bekannten und unbekannten Tatsachen

„Energie-Wende“ im WWW Linksammlung Vorbemerkungen

Beitragvon admin » Di 8. Jan 2013, 13:32

Wer sich ernsthaft für dieses Thema interessiert, wird leider sehr schnell feststellen müssen eine „Datenbank“ die möglichst alle relevanten Beiträge sammelt, die es im Internet dazu gibt – existiert nicht.

Die Fülle der Artikel die allein in deutscher Sprache dazu erscheinen ist sehr groß. Eigentlich sollten die Medien zu diesem wichtigen Thema möglichst neutral und wissenschaftlich fundiert berichten. Dabei zur Kenntnis nehmen, die meisten Leser sind „fachlich“ eher überfordert. Statt sich zu bemühen, populärwissenschaftlich ein breites Publikum zu informieren und dabei neutral zu informieren, wird dem Leser häufig eine „vorgefertigte“ Meinung präsentiert. Der Verdacht, diese Presseerzeugnisse sind zumindest durch die unterschiedlichen Lobbyfraktionen „beeinflusst“, wird bei mancher Lektüre nahezu zur Gewissheit.

Dies mag ja dem einen oder anderen „Lager“ so gefallen, bestätigt es doch die jeweilige eigene Sicht. Doch durch ein solches Gebaren verlieren derartige „Scheininformationen“ mindestens teilweise ihren Wert als „unabhängige Information“. Hier die „Spreu vom Weizen zu trennen“ ist außerordentlich schwierig, zeitaufwendig und scheitert an der Voreingenommenheit vieler Leser. Dabei ist es bereits als Erfolg zu werten, wenn jemand überhaupt noch versucht sich da „einzulesen“.

Gewisse „Highlights“ stellen die wissenschaftlichen Studien dar welche meist in Form von PDF kostenlos zum Download bereitstehen. Leider bleibt selbst eine gezielte Suche nach derartigen Werken mittels Suchmaschine eher erfolglos. Die Formulierung einer Suchanfrage steckt leider noch in den „Kinderschuhen“ und verhindert eher, als das sie selektiv bestimmte Publikationen findet. Das mag ja durchaus auch an meinem Unvermögen liegen „richtig zu fragen“. Doch trotz dieser Widrigkeiten habe ich schon zahlreiche „Zufallsfunde“ gemacht. In Folge werde ich versuchen diesen Teil des Forums so zu gestalten, dass es zumindest möglich ist, nach Themen, Datum und Art der Information sortiert, hier zu verlinken was mir bekannt ist.

Leider passiert es sehr häufig das ältere Links ungültig werden. Deren interessanter Inhalt geht dabei unweigerlich verloren. Inzwischen gibt es Applikationen welche es ermöglichen WEB-Seiten ganz oder wenigstens teilweise in ein PDF umzuwandeln. Das Problem diese PDF zu veröffentlichen, liegt in der Rechteverletzung durch erneutes Veröffentlichen. So wird es leider nicht möglich sein, derartige Inhalte über einen Link hier abrufen zu können. Privat, ist es jedoch durchaus möglich, sich eine eigene Sammlung anzulegen. Diese Möglichkeit bezieht sich selbstverständlich praktisch auf alle WEB-Seiten.

:idea: Software Tipp :
Hier erst mal der LINK zum 7-PDF Website Converter 1.0.6 über CHIP.de
Sehr einfach zu bedienen. (Für den Firefox) [mark=#FFFF40]die komplette Adresszeile der gewünschten WEB-Seite[/mark] per [Drag und Drop] [mark=#FFFF40]in das Feld mit der flüchtigen Aufschrift >>> Drag & Drop Eingabefeld für Internetadressen<<< „ziehen“ (Drag) und „fallen lassen“ (Drop) ![/mark] Wenn das Häkchen für „Drag & Drop URLs autom. Konvertieren“ gesetzt ist, wird dieses Programm genau das tun. Wohin diese PDF gespeichert werden soll, lässt sich über den TAB „Speicheroptionen“ bestimmen. Dort kann auch der bevorzugte „PDF-Viewer“ - hier empfehle ich den Sumatra PDF Quelle CHIP.de zu installieren und zu verlinken.
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Was leistet PV in Deutschland?

Beitragvon admin » Sa 26. Jan 2013, 12:56

Was leistet PV in Deutschland? zu dieser Frage gibt es eine „Antwort“. Grafisch auf einer Deutschlandkarte dargestellt und von der Firma SMA betrieben, wird an Hand von ca. 28.000 Photovoltaik Anlagen „PV“ die über ganz Deutschland verteilt etwa 13 % der gesamten installierten PV-Anlagen ausmachen. Ein Klick auf diesen Javascript : „Modellsatz zur Datenberechnung“ gibt nach deren Aussage eine gute Näherung zu der Sonnenlage in ganz Deutschland. Nach Angaben der „Bundesnetzagentur“ vom Stichtag 30.11.2012 waren zu diesem Termin 32,11 GWp installiert.

In den Wintermonaten steht die Sonne relativ tief am Horizont und auch ohne Wolken, Hochnebel und was sonst noch den „Ertrag“ schmälert, sinkt die mögliche maximale Leistung (englisch „Peak“ genannt = "Gipfel, Spitze, Scheitelwert") auf einen jahreszeitlichen Tiefpunkt. Lokal gibt es große Unterschiede was die Sonneneinstrahlung anbelangt. Ebenfalls jahreszeitbedingt ist die täglich maximal mögliche „Sonnenscheindauer“ deutlich kürzer. Was wohl für niemanden überraschend sein dürfte. Das nächste Bild zeigt die Situation meiner Anlage im Vergleich zum errechneten Wert für diesen Bereich (PLZ 68). Die tatsächliche Abweichung ist gering.
Wintersonne.jpg
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Was ist „natürlich“, was ist Anpassung an Naturgegebenheiten

Beitragvon admin » Sa 26. Jan 2013, 16:42

Gegner des Wandels stellen besonders die schon erwähnten natürlichen Schwankungen solarer Energie als besonders „untauglich“ für eine sichere Energieversorgung heraus. Doch sind derartige Schwankungen nicht etwas was uns überall im Leben begleitet ? Haben wir uns nicht schon immer diesen wechselnden Verhältnissen anpassen müssen ? Warum eine recht komplexe Behausung bauen, wenn es anderenorts mit wesentlich geringerem Aufwand viel einfacher zu bewerkstelligen wäre ? Wer kann die Lebensmittelversorgung ohne Rücksicht auf genau dieselben Faktoren (Standort, Jahreszeit und Wetterlage) sicherstellen ? Nur weil uns die doch recht komplexen Zusammenhänge nicht mehr dauernd bewusst sind, sind sie dennoch bestimmend für unser Handeln.

Warum soll das nun bei der Nutzung erneuerbarer Energien anders sein ? Wie kritisch muss eigentlich das „systemimmanente Verhalten“ z.B. eines mit Kohle betriebenen Kraftwerks betrachtet werden ? Wo liegen da die „Kompromisse“ welche notwendig sind um derartige Kraftwerke so positiv wie eben nur möglich zu nutzen ?

Im Grund ist es für alle Beteiligten am besten, wenn so eine Kraftwerk „rund um die Uhr“, sieben Tage die Woche und das 52 mal das Jahr Volllast läuft. Nun das wird wohl aus techn. Gründen nicht möglich sein. Doch solange die „Umgebung damit übereinstimmt“, ist das durchaus möglich. Wer – und besonders, wer el. Leistung produziert, kann das in engen Grenzen nur tun, wenn jemand da ist, der diese Leistung auch „abnimmt“. Am besten stets zu 100 %. Ist die Belastung geringer, können derartige Kraftwerke nur in vergleichsweise engen Grenzen „gedrosselt“ weiterlaufen. Der Wirkungsgrad sinkt in jedem Fall mit der geringeren Abnahme und ist in den unteren Bereichen schlicht aus techn. Gründen nicht machbar. Das ein sinkender Wirkungsgrad auch bedeutet, die dafür verbrannte Kohle muss in einem immer schlechteren Verhältnis weiter verheizt werden, zeigt die Grenzen auf. Auch das Abschalten ist durch die "nachgelagerten" Anfahrzeiten keine einfach nutzbare Lösung. Doch daran „haben sich nach jahrzehntelanger Praxis inzwischen alle gewöhnt“. Warum noch hinterfragen was in dieser Konstellation unvermeidbar ist.
WIKI Winter.jpg

Obwohl die „Verbraucher“ keinen „rechteckig“ verlaufende Kurve darstellen – eher ein „gebirgsähnlichen Verlauf“ vorgeben, wird bislang versucht dieses Netzverhalten mit mehr oder wenig vielen, miteinander addierten „Rechtecken“ „nachzubilden“. Dafür wird hingenommen, dass es Zeiten (in der Nacht) gibt, wo diese Leistung praktisch unverkäuflich ist oder das „Angebot“ durch die geringe „Nachfrage“ sehr niedrige Preise kreiert. Teilweise werden Kraftwerke am Rande der techn. und finanziellen „Rentabilität“ betrieben, Leistung mit hohen Verlusten in Speicherseen „zwischengelagert usw. usf.

Bislang war das wohl auch die einzig mögliche Verhaltensweise. Die wurde nicht von den Beteiligten dem System „aufgezwungen“, sondern umgekehrt dieses Verhalten wird allen Beteiligten durch „wie es nun mal ist“ aufgezwungen. Dabei macht es auch wenig Unterschied ob es nun um fossile oder um nukleare Kraftwerke geht. Mit Ausnahme der mit Gas befeuerten Kraftwerke, welche vergleichsweise gut regelbar sind, ist das Zusammenwirken aller Komponenten in engsten Grenzen vorgegeben.

Zwei bemerkenswerte Umstände sind dabei auf lange Sicht ausschlaggebend. Die Kosten dieser Konglomerate sind erheblich „verlustbehaftet“ - sowohl energetisch, als auch finanziell. Da die dafür verwendeten Brennstoffe nur mit erheblichem Aufwand gefördert werden können und deren Vorkommen in erdgeschichtlichen Zeiträumen gesehen sehr „endlich“ sind, ist es unumgänglich das komplette System so schnell wie nur eben machbar zu verändern. Wer sich nicht selbst (unter kontrollierten Bedingen) verändern will, der wird früher oder später durch die Realität dazu gezwungen werden.

Der „Natur“, ohnedies nur eine sehr summarische Beschreibung unserer Zwänge, ist es schnoddrig ausgedrückt „völlig gleichgültig“ ob „uns“ das gefällt oder nicht. Wer sich innerhalb von nicht einmal zweihundert Jahren von überschaubarer Milliarde zu sieben Milliarden vermehrt, dem muss möglichst bald „etwas einfallen“ um nicht im selbst erzeugten Dilemma unterzugehen. Es könnte ja sein, nur dafür haben wir „Verstand“ entwickelt – den „wir“ allerdings nur in sehr bescheidenen Maßen auch gebrauchen.
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Fakten zu PV und EEG

Beitragvon admin » Sa 26. Jan 2013, 18:02

Zu den wohl zur Zeit umfassendsten und jüngsten Untersuchungen dürfte die vom Fraunhofer ISE mit über 1200 Mitarbeitern das größte Solarforschungsinstitut Europas im Oktober 2012 veröffentlichte Studie gehören. Die Studie ist als PDF unter dem Namen "Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland - Fassung vom 8.1.2013" erschienen. Auf 65 Seiten und mit Hilfe zahlreicher Grafiken wird auch dem Laien ein verständliches "Bild" was PV in Deutschland ausmacht und wie und warum sie ein wichtiger und unverzichtbarer "Baustein" im notwendigen energetischen Paradigmenwechsel darstellt.

In der Studie werden alle Argumente die sich die erklärten Gegner dieser Technologie so einfallen lassen durchaus kritisch "abgearbeitet". Einer der beliebtesten "Gegenargumente" Strom werde teurer weil man damit die unsinnigen PV von nur wenigen Vermögenden finanziert werden, lässt sich recht einfach widerlegen. Dazu muss man sich allerdings (leider) auch für Fakten interessieren.
Fraunhofer ISE hat geschrieben:Die durchschnittliche EEG-Vergütung für PV-Strom liegt im Jahr 2012 bei ca. 35 ct/kWh, hier wirkt sich der ältere Anlagenbestand mit seinen höheren Vergütungen aus.

Ab dem Jahr 2020 werden die jeweils ältesten Anlagen nach und nach aus der EEG-Vergütung ausscheiden, weil die 20-jährige Bindungsfrist ausläuft. Sie werden aber noch weiter Strom liefern, dessen Gestehungskosten alle anderen fossilen oder erneuerbaren Quellen unterbieten
Derzeit liegt der aktuelle Bruttopreis für Haushaltsstrom bei 25,89 ct/kWh (2012) Die Differenz beträgt damit 9,11 ct/kWh. Da längst alle neu hinzugekommenen Anlagen seit 2011 (28,74 ct/kWh) bereits unter diesem Preis liegen, wird sich diese Differenz nicht mehr erhöhen, sondern im Gegenteil ständig verringern. Aktuell liegt die „garantierte Einspeisevergütung“ mit 17,02 ct/kWh bereits [color=nicht erlaubt]-8,87[/color] ct/kWh darunter. Ab April 2013 wird die „garantierte Einspeisevergütung“ mit 15,77 ct/kWh die negative Differenz nochmal auf [color=nicht erlaubt]-10,12[/color] ct/kWh verringern. Wer dann noch selbst „erzeugten Strom“ zur „garantierte Einspeisevergütung“ verkaufen muss, wird gut daran tun, einen möglichst großen Teil davon selbst zu verbrauchen.

Weitere Preiserhöhungen sind absehbar. Alles deutet darauf hin. Doch warum „muss“ das so sein ? Wer sich die zugegeben umfangreiche „Fraunhofer Studie“ zu Gemüt führt, wird erhebliche Zweifel an der derzeitigen öffentlichen Kampagne haben. Deren Ziel so scheint es, ist eine möglich ungünstige Stimmung gegen die EE zu erzeugen. Sicher verursachen Veränderungen dieser Dimension auch Kosten. Doch glaubt jemand, durch einfaches Nichtstun würde auf wunderliche Weise alles irgendwie wieder billig und sorgenfrei ? Dabei braucht jeder nur die Preisentwicklungen bei den fossilen Brennstoffen die wir immer noch für Heizzwecke in Massen verbrennen zu betrachten. Dort geschieht mit wesentlich größerem Effekt weitaus gravierenderes. Das wiederum ließe sich nur mit vernünftigem Umbau der Wohn- und Betriebsgebäude ausgleichen. Aber auch da nur wenig verständliche Scheinargumente.
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