Es gibt aber einige "Eckpunkte" welche sozusagen "unumstößlich" sind. Einige natürlich vorkommende Energiereserven sind "endlich", werden nach relativ kurzer Dauer "verbraucht" sein. Dies wird leider entweder verdrängt, bzw. in einigen Fällen geradezu in „Verschwörungstheorien“ geleugnet.
Für jede "Arbeit" wird eine mehr oder weniger große Energiemenge benötigt. Wer also z.B. elektrische Energie "erzeugen" möchte, kann (wenn er / sie klug handelt) mit einigem Aufwand eine Bilanz erstellen. Zur Abwechslung mal keine Kostenbetrachtung auf Basis von finanziellen Mitteln, sondern auf der Basis der zu einem derartigen Prozess notwendigen Energiemengen - simpel, was muss ich in ein System "hineinstecken" um in welche Menge der gewünschten "Edelenergie" (el. Strom / Leistung) zu wandeln (erzeugen könnte man nur etwas, was zuvor nicht vorhanden war - Energie ist immer bereits vorhanden, wird bei ihrer Umwandlung in eine der bekannten Formen also nicht erzeugt).

Die Bezeichnung "Energieerzeugung" ist also sehr irreführend. Im Prinzip kann jede Form der Energie nur durch Wandlung bereits vorhandener Energieformen zur Verfügung gestellt werden. Soweit mir bekannt, ist "Wärme" die wohl "qualitativ niedrigste Energieform". Werden alle Parameter an einer beliebigen Maschine betrachtet, endet alles am Ende in (Umwandlung zu) Wärme. Über das genormte Internationale Einheitensystem oder SI (von französisch Système international d’unités) lassen sich die dazu notwendigen Berechnungen "sozusagen in jede gewünschte Richtung" vornehmen. So ist es für die Bewertung unerheblich ob es ich nun bei einer Leistung [P] z.B. um "elektrische" oder "mechanische" Energie handelt (Die physikalische Größe Leistung steht für Energie pro Zeit). Die Grundmaßeinheit ist immer das "Watt". Die Berechnungen erfolgen immer der Formel P = E/t (delta Energie durch delta Zeit). Die elektrische Energie weicht davon nur scheinbar ab, P = U * I (z.B. für sog. Gleichstrom) lässt sich bei strikter Anwendung der zugrundeliegenden SI-Einheiten in die Form "delta Energie durch delta Zeit" transformieren. Dabei gibt es mal mehr oder mal weniger intelligente „Umwandlungsprozesse“.
Für die Betrachtung welche "Energie" unterm Strich "erneuerbar" ist, muss zweifellos die Energiemenge abgezogen werden, welche notwendig ist um die letztendlich benötigte Energieform und besonders ihre Menge, als Resultat zu betrachten. Energie kann nicht „verbraucht“ werden. Doch soweit auf eine „niedere Ebene“ verschoben werden, dass jede weitere Nutzung praktisch unmöglich ist. Beim Geld sagen einige Zyniker analog „dein Geld ist nicht verschwunden, es hat nur neue Besitzer „gefunden“....
Dies ist aber durchaus nicht "die ganze Miete". Neben der reinen Energiebilanz - sicher zunächst sehr aufwendig um alle Parameter zu erfassen - muss noch etwas "einkalkuliert" werden, was sich, weil eben nicht so präzise physikalisch "berechenbar". Welche "Nebenwirkungen" hat eine bestimmte betrachtete Methode ? Heute wird dieser Teil, welcher mittel- und langfristig entscheidend ist, gerne verschwiegen, klein gerechnet oder schlicht negiert.
Oft ist man wegen der Schwierigkeit einen Nachweis zu erbringen, auf langfristige Erfahrung angewiesen. Dabei besteht die Gefahr - Versuchung, Ergebnisse in ihrer Kausalität entweder gleich ganz zu verneinen oder unangemessen "schwach" zu beurteilen. Der momentan zu erzielenden "Gewinn" (sowohl physikalisch wie geldwert), wird der Vorrang vor den Nebenwirkungen gegeben. Im Grunde lassen sich derartige Nebenwirkungen nur schwer beurteilen, selbst dann, wenn die Form der Nebenwirkung unstrittig ist.
In den allermeisten Fällen ist Mensch geneigt etwas, was außerhalb seines persönlichen Lebenszyklus liegt, nicht einkalkulieren zu können bzw. "praktischerweise" auch nicht zu wollen. Was hier fehlt ist eine quasi "reflexionsartiger Abwehrmechanismus" auch auf abstrakte Gefährdungen, die noch (weiter erschwerend) in zeitlicher Ferne liegen. Ein durch viele negative Erfahrungen völlig unbegründeter „Kurzzeit-Optimismus“ - das erstaunliche „nach mir die Sintflut“ Phänomen, findet sich bei allen Gegnern von Entwicklungen, welche mittel- und langfristig negative Nebenwirkungen haben müssen.
Ein Verhalten, was durchaus dem Spezies Mensch den Untergang garantieren könnte. Lässt man / frau einmal die gängigen religiösen „Welterklärungsversuche“ beiseite und argumentiert mit den heute zu Verfügung stehenden gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, ist ein Paradigmenwechsel auf breiter Front unausweichlich. Immer vorausgesetzt, das Spezies Mensch betrachtet die Erhaltung seiner Art als grundlegendes Ziel innerhalb der überschaubaren Begrenzungen dieses Sonnensystems. Die wenig verbreitete Erkenntnis sozusagen auf und vom „Raumschiff Erde“ zu leben, würde jede Anstrengung rechtfertigen. In den nächsten 100 Jahren ist es nicht realistisch das „Raumschiff“ zu tauschen. Doch etwa in diesem Zeitraum werden die dem Raubau unterworfene „eingefrorene Energiemenge“ entweder gänzlich verbrannt sein oder aber nur noch in „homöopathischen Dosen“ einer inzwischen bereits 7 Milliarden zählenden Weltbevölkerung „zur Verfügung stehen“.
Ein im Grunde gigantisches Ausrottungsprogramm gegen das eigene Spezies. Nun ja bei anderen Spezies haben wir ja schon mal fleißig geübt ….